Den Chang Jiang (Langer Fluss), wie die Chinesen den Yangzi üblicherweise nennen, besucht man am besten von Mitte März bis Juni oder von Anfang September bis Ende Oktober. Dann sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit an dem 6.300 Kilometer langen Fluss am erträglichsten. Dies ist gerade bei den Ausflügen nach Fengdu oder an den Drei-Schluchten-Staudamm ein wichtiger Punkt. Mehr als 30 Kreuzfahrtschiffe befahren derzeit den Yangzi. Angeboten werden in der Regel zwei Routen; die kurze führt von Yichang nach Chongqing (oder umgekehrt) und die längere von Chongqing nach Shanghai (oder umgekehrt).
Wichtig bei China-Reisen: Ausländer benötigen ein Visum!
HÖHEPUNKTE
In Deutschland ist Chongqing kaum bekannt, in China gehört die 800 Jahre alte Bergstadt mit einem Einzugsgebiet, in dem über 30 Millionen Menschen leben, zu den größten des Landes. Weniger quirlig, dafür aber mystisch ist die Geisterstadt Fengdu mit dem 1.600 Jahre alten Tempel des Höllenkönigs. Als Perle des Yangzi gilt die in den Fels gebaute zwölfstöckige Holzpagode von Shibaozhai, der „Edelsteinfestung“ am Südufer. Mit über 2.300 Metern Länge und 185 Metern Höhe ist der Drei-Schluchten-Staudamm das größte Wasserkraftwerk der Welt. Rund 1,3 Millionen Menschen mussten im Zuge seines Baus umgesiedelt werden, über 30 Milliarden Euro soll das Projekt gekostet haben.
Atemberaubend und außerdem Chinas erstes Naturschutzgebiet: die bis zu 1.800 Meter hohen Huangshan-Berge. Weiter flussabwärts wartet die Ex-Reichshauptstadt Nanjing, eine der schönsten Städte Chinas, ausgestattet mit der weltgrößten Stadtmauer – diese windet sich über 33 Kilometer um die Innenstadt. Zum Pflichtprogramm zählt Suzhou, eine aufstrebende Hightech-Metropole im Westen von Shanghai, deren Gartenparadiese zum Weltkulturerbe der Unesco gehören.
Ein absolutes Muss am Ende (oder zu Beginn) der Reise ist Shanghai selbst – das einstige „Paris des Ostens“. Die 13 Millionen Einwohner zählende Stadt am Meer ist eine Welt für sich.