Blick auf den Kreidefelsen von Gibraltar (Foto: iStock)

Gibraltar

Gibraltar

Schon von weitem erkennt man den hoch aufragenden Felsen von Gibraltar: Der steil aus der ansonsten flachen Küstenlandschaft aufragende Kalksteinfels ist etwa sechs Kilometer lang, einen Kilometer breit und an seinem höchsten Punkt 426 Meter hoch. Er ist das Wahrzeichen einer Stadt, die zugleich ein eigener kleiner Staat ist – oder genauer: ein exterritorialer Besitz des Königreichs Großbritannien auf spanischem Gebiet. Seit 1713, formell seit 1830, ist Gibraltar britische Kronkolonie – und erst wenn der letzte der auf dem Felsen lebenden Berberaffen, so will es die Legende, verschwunden ist, soll es an Spanien zurückfallen. Die Affen – die eine der Hauptattraktionen des Besuchs sind und übrigens arg zudringlich sein können – werden deshalb gehegt und gepflegt. Die Kosten für ihr Futter, so heißt es, sind ein fester Posten im Etat der Kronkolonie.

Aber auch an anderen Skurrilitäten darf man sich beim Besuch erfreuen: Es gibt britische Telefonzellen und britische Pubs, Bobbys regeln den Verkehr – und gezahlt wird in Pfund Sterling. In ihrer Mischung mit der spanischen und auch der marokkanischen Kultur sind diese Eindrücke ein eigenwilliges Erlebnis.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die auf Ausflügen besucht werden, liegen am oder im Felsen:  tief in den Berg getriebene, einst militärsich genutzte Stollen und Tunnelsysteme, spektakuläre Tropfsteinhöhlen (St. Michael’s Cave), Neandethaler-Funde (Gorham Cave), Aussichtspunkte wie der Europa Point, von dem aus man bis nach Afrika blickt – und besagte Affen.

Tipp  In der Einkaufsmeile „Main Street“ kann man  weitestgehend steuerfrei Alkohol und Tabakwaren kaufen.



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