Mit 1.320 Kilometern Länge ist der Rhein der größte deutsche Strom – und er ist der verkehrsreichste Europas. Alte Städte wie Basel, Strasbourg, Mainz und Köln säumen die Ufer, und an den Hängen, auch denen der malerischen Nebenflüsse (Ahr, Nahe, Mosel, Main und Neckar), gedeiht der Wein, den schon der römische Soldatenkaiser Probus hier um 300 nach Christus heimisch machte. Dass man deshalb am besten im Herbst reist, zur Zeit der Weinfeste, versteht sich – auch wenn das romantische Bild an Orten wie der Rüdesheimer Drosselgasse dann überstrapaziert wirken mag. Doch nicht nur Deutsche, auch Amerikaner oder Japaner lieben genau diese Art von „German Gemütlichkeit“. Übrigens auch im Glanz von Weihnachtskerzen: Kurzreisen zum Saisonfinale im Advent mit Bummeln über die Weihnachtsmärkte der Städte am Fluss erfreuen sich großer Beliebtheit. – Ein Vorteil bei Rheinreisen: Die üblichen Starthäfen (Düsseldorf, Köln, Mainz, Basel) sind alle direkt mit der Bahn erreichbar.
HÖHEPUNKTE
Für die Rheinmetropole Köln braucht man etwas Zeit. Neben dem Dom und den romanischen Kirchen lohnen auch das Römisch-Germanische Museum und das Wallraff-Richartz-Museum den Besuch. Sehenswerte Städte sind außerdem die alte Bischofsstadt (und Karnevalshochburg) Mainz, die elsässische Genießerhauptstadt Strasbourg und das multikulturelle Basel im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck. Mit den Universitätsstädten Freiburg und Heidelberg, der Römerstadt Trier (Porta Nigra!) sowie Speyer mit seinem romanischen Dom reihen sich zudem klassische Kulturstädte in Ausflugsnähe auf. Weinseligkeit erlebt man außer am Mittelrhein (von Andernach über Rüdesheim bis Nierstein) besonders stimmungsvoll an der Mosel (Cochem, Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues). Und wenn man dann noch bei St. Goarshausen den Loreley-Felsen nicht verpasst, darf man sich wahrlich geborgen fühlen in den Armen von „Vater Rhein“.