Feluken bei Aussuan (Foto: iStock)

Nil

Mit 6.671 Kilometern ist er Afrikas längster Strom, und an seinen Ufern reihen sich die Zeugnisse einer fünf Jahrtausende alten Kultur. In entsprechender Stärke präsentiert sich die Flotte, die die Lebensader Afrikas befährt: An die 300 Flussschiffe verkehren derzeit auf dem Nil. Meist ist an den Anlegern so viel Betrieb, dass man sein eigenes Schiff nur erreicht, indem man die Decks mehrerer anderer überquert.

Seit Sommer 2006 kann der Nil auch zwischen Kairo und Luxor befahren werden, doch die klassische Route ist und bleibt die Strecke von Luxor bis Assuan im Süden Ägyptens. Die Attraktionen dieses Flussabschnitts werden binnen fünf bis sieben Tagen erkundet. Vorprogramme in Kairo (mit Gizeh, oft auch mit Sakkara und Memphis) sowie Ausflüge nach Abu Simbel (280 Kilometer südlich von Assuan) werden von den Veranstaltern ebenso angeboten wie anschließende Badeaufenthalte am Roten Meer. Neu sind Flussreisen auf Dahabeyas – traditionellen Schiffen mit hohen, dreieckigen Segeln.

Ägypten ist ganzjährig bereisbar, doch im Sommer sehr heiß. Angenehmer ist es im Winterhalbjahr von Oktober bis März.


HÖHEPUNKTE
Für Kairo, die größte Stadt Afrikas, braucht man Zeit – und für das Chaos des Verkehrs und der Basare dort gute Nerven. Doch das Ägyptische Museum muss man gesehen haben, wenn man die Kultur der Pharaonen verstehen will. Und die Sphinx und die Pyramiden von Gizeh an Kairos Stadtrand sowieso: Ohne sie ist eine Ägypten-Reise ihren Namen nicht wert.

Abu Simbel (Foto: iStock)Dann die Schiffsreise ab Luxor (meist per Inlandsflug angesteuert): Hier steht gleich zu Beginn mit den Tempeln von Luxor und Karnak sowie dem Tal der Könige und dem Hatschepsut-Tempel in Theben-West Weltkultur auf dem Programm. Das gilt auch für Assuan, die Stadt am Nasser-Stausee, die neben imposanten Altertümern auch ein reizvolles Stadtbild bietet – durchaus ein Tipp für einen mehrtägigen Anschlussaufenthalt. Nicht versäumen sollte man auch Abu Simbel: Der Tempel wurde in den 1960er Jahren, als der Stausee geflutet wurde, in 1.036 Einzelteile zerlegt und 180 Meter landeinwärts sowie 64 Meter höher wieder aufgebaut.



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