Madras/Chennai, Indien

Madras/Chennai, Indien

Hier machen die Schiffe an guten Kaianlagen fest. Chennai die moderne Sechs-Millionen-Metropole des Südens und Hauptstadt des großen Bundesstaates Tamil Nadu, ist ein beliebter Hafen für einen Austausch der Passagiere, weil die Stadt mit der großen Vergangenheit über sehr gute Flugverbindungen verfügt (u. a. mit Lufthansa). Von hier aus startete die britische East India Company einst den Handelsfeldzug zur Eroberung Indiens. Aus dieser Zeit (1644) stammt das Fort St. George. Zur Anlage gehören der ehemalige Gouverneurssitz und die Assembly Hall. Beide Kolonialgebäude werden heute vom Parlament und einigen Ministerien des Staates Tamil Nadu genutzt.

Schönster Boulevard am Meer ist die South Beach Road, die auch Marina genannt wird. In Strandnähe erinnert die Thomas-Kathedrale von 1899 an die Vergangenheit der europäischen Mächte; ursprünglich stand hier eine portugiesische Niederlassung, danach hissten die Franzosen an der Stelle ihre Flagge, später dann die Engländer. Chennai ist der beste Ausgangspunkt für Kulturfahren auf der Straße der Tempel, zum Beispiel nach Mahabalipuram (Mammalapuram) und weiter über Thanjavur, Tiruchirapalli nach Madurai.

Tipp Wer wenig Zeit hat, aber doch einen Eindruck von den alten Hochkulturen des südlichen Indiens bekommen will, sollte unbedingt den Tagesausflug zu den Strandtempeln von Mahabalipuram (70 km) mitmachen. Im Dezember 2004 spülte dort übrigens der Tsunami rund 1.000 Jahre alte Tempelfriese der Pallava-Herrscher frei.



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