Arrecife (Lanzarote), Spanien

Arrecife (Lanzarote), Spanien

Vor der Inselhauptstadt Arrecife (ca. 40.000 Einwohner), deren Namen sich von schwarzen, vulkanischen Riffs, den „Arrecifes“, ableitet, lag einst die größte Fischereiflotte der Kanarischen Inseln. Arrecife galt lange als hässliches Entlein. Das einzige Hochhaus Lanzarotes, das 1994 komplett ausgebrannte „Gran Hotel”, war Symbol hierfür. Doch zahlreiche Maßnahmen, darunter der restaurierte Fischerhafen Charco („Pfütze“) de San Ginés mit dem alten Fischerviertel oder das Castillo de San Gabriel auf einer vorgelagerten Insel, bringen neue Frische in den Ort.

Lanzarote, die viertgrößte und nördlichste der Kanaren, ist als Vulkaninsel weltbekannt. Wegen ihrer außergewöhnlichen Landschaft wurde sie 1993 von der Unesco zum Biosphären-Reservat erklärt. Doch wer eine baumlose und düstere Mondlandschaft erwartet, wird bei seiner Ankunft von den ebenfalls vorhandenen weißen Stränden eines Besseren belehrt. Die vulkanische Landschaft beeindruckt den Besucher vor allem mit bunten Feuerbergen oder Vulkangrotten. Zu den Highlhights, gehören die schaurig-schönen Mondlandschaften des Nationalparks Timanfaya – und die Hinterlassenschaften des 1992 tödlich verunglückten Künstlers Cesár Manrique. Mit Hilfe von Felsen, Wasser und tropischer Vegetation verwandelte er wüstenhafte Lavagebiete in wahre Oasen. Sein einstiges Wohnhaus bei Tahíche nahe Arrecife stellt die nach ihm benannte Stiftung als Museum zur Verfügung. Dieses nahe des Hafens gelegene Highlight sollte man sich nicht entgehen lassen: Fünf miteinander verbundene Vulkanblasen sind in das Anwesen integriert.

Tipp Im mittlerweile sanierten, im modernen Look wiedereröffneten „Gran Hotel“ genießt man von der Bar und dem Restaurant im Dachgeschoss einen Panoramablick auf die Stadt und das Meer.



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