Azoren (Ponta Delgada), Portugal
Der aus insgesamt neun Inseln bestehende, entlegene Archipel – er ist rund 1.500 Kilometer vom europäischen Festland entfernt – gehört schon seit dem Jahr 1427 zu Portugal. Seit Beginn der Dampfschifffahrt im 19. Jahrhundert erlebten die Inseln einen Aufschwung als Versorgungsstation. Auch der Anbau von Ananas und Tabak wurde profitabel; noch heute ist die Landwirtschaft für viele Familien die Haupteinkommensquelle. Ein Zubrot bringt aber auch der Tourismus: Die Azoren werden als Station bei Transatlantikfahrten auch amerikanischer Veranstalter immer beliebter – entsprechend betriebsam kann es mitunter zugehen. Segler kennen die Azoren außerdem als ersten oder letzten Versorgungsstopp bei Törns von oder nach Amerika.
Die Hauptstadt Ponta Delgada, die auch den Haupthafen des Archipels besitzt, liegt auf der Vulkaninsel São Miguel. Ihre Gassen sind mit farbigen Vulkankieseln ausgelegt, viele Fassaden zeigen portugiesischen Barock. Sehenswert sind das barocke Rathaus, die Kirchen São José und Nossa Senhora da Esperanca sowie das Klosterkolleg Todos-os-Santos.
Ausflüge in die grüne Berglandschaft führen meistens zu den Kraterseen Sete Cidades („Sieben Städte“) oder den Meerwasserbecken bei Ribeira Grande, die in Lavablasen hineingebaut wurden.